Die Änderung fällt dir nicht am Schreibtisch ein
Ein Geschäftsführer sitzt selten den ganzen Tag am Rechner. Er ist beim Kunden, im Auto, im Zug zur nächsten Besprechung. Genau dort fällt ihm auf, was auf der Website nicht mehr stimmt: Im Team sind zwei neue Leute, das Seminar im März ist ausgebucht, das Projekt von letzter Woche ist fertig und fehlt bei den Referenzen.
Kann er das nur am Schreibtisch ändern, schreibt er es sich auf. Abends ist der Zettel weg. Nach drei Monaten steht auf der Website der Stand vom letzten Jahr.
Eine veraltete Website schadet leise. Ein Interessent sieht alte Angebote oder ein Team, das es so nicht mehr gibt, und fragt beim Nächsten an. Diese Anfragen siehst du nie. Du merkst nur, dass weniger kommen.
„Geht auch am Handy“ reicht nicht
Fast jedes System lässt sich irgendwie im Handy-Browser öffnen. Das heißt nicht, dass man damit arbeiten kann. Viele Verwaltungsoberflächen wurden für einen großen Bildschirm gebaut und für das Handy nur verkleinert. Das merkst du sofort: Knöpfe, die du dreimal treffen musst. Eingabefelder, die hinter der Tastatur verschwinden. Tabellen, die rechts aus dem Bild laufen.
Fünf Tests vor dem Kauf
Bevor du dich für ein CMS entscheidest, nimm dein eigenes Handy und mach diese fünf Tests. Sie dauern zehn Minuten.
Öffne einen bestehenden Text, ändere einen Satz und speichere. Ging das ohne Zoomen?
Lade ein Foto direkt aus der Kamera hoch. Musstest du es vorher verkleinern oder umbenennen?
Tippe in ein Feld weiter unten auf der Seite. Bleibt es sichtbar, wenn die Tastatur aufgeht?
Probier es in dem Browser, den du wirklich benutzt, Safari oder Chrome. Erscheint irgendwo der Hinweis, du sollst lieber den Computer nehmen?
Mach dasselbe im Zug oder bei schwachem Netz. Was passiert mit deiner Änderung, wenn die Verbindung kurz abbricht?
Fällt ein System bei einem dieser Tests durch, wirst du es unterwegs nicht benutzen. Dann wartet jede Änderung wieder auf den Schreibtisch. Mesa und Kepler bauen und prüfen wir deshalb auch in Handygröße.
Ein Beispiel: Tom Domanh
Tom Domanh macht Spezialeffekte für Film- und Eventproduktionen, unter anderem für HandOfBlood, RocketBeansTV und Olivia Jones. Er ist fast immer unterwegs, ein Büro, in dem er abends Websites pflegt, gibt es nicht. Seine Portfolio-Website läuft mit Mesa. Nach einem Dreh stellt er das neue Projekt selbst ein:
„Ich kann ein neues Projekt mit Fotos und allen Details in fünf Minuten einstellen, ohne jemanden anrufen zu müssen. Das allein war es schon wert.“
Tom Domanh, Inhaber Domanh SFX
Wie die Website in drei Tagen entstanden ist, steht in der Fallstudie zu Domanh SFX.
Anfragen auch unterwegs beantworten
Für Anfragen gilt dasselbe. Wer über die Website anfragt, wartet nicht gern bis zum nächsten Morgen. Mit Kepler bekommst du eine Benachrichtigung aufs Handy, siehst alles, was im Formular steht, und gibst die Anfrage bei Bedarf an einen Kollegen weiter.
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Es gibt zwei Sätze, die in fast jedem Erstgespräch fallen. „Wir haben schon jemanden, der das für uns macht." Und: „Wir haben schon eine Website." Beide Sätze sind nicht dumm. Sie kommen von Leuten, die ihr Geschäft führen, nicht ihre Infrastruktur. Niemand hat eine Bachelorarbeit über jedes Zahnrad in der eigenen Firma geschrieben. Es wurde eine Beschaffung gemacht: Website, Social-Media-Profile, Haken dran. Danach ging es zurück an die Arbeit, mit der tatsächlich Geld verdient wird. Das Problem ist nicht die Entscheidung. Das Problem ist, was seitdem nie wieder kontrolliert wurde.
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